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Hintergrundinformationen zum spanischen Paulusweg

 

Der Jakobsweg ist inzwischen Servicetechnisch perfektioniert und wird touristisch ständig weiter optimiert. Auf solche “ Annehmlichkeiten” müssen Sie auf dem Paulusweg verzichten.

Übersichtskarte Paulusweg

 

Der Paulusweg verläuft zu zwei Dritteln auf dem E4 / GR7. Ein Drittel wurde im Verlauf mehrerer Wanderungen nach unseren Vorstellungen modifiziert. So werden z.B. grössere Städte nicht durchwandert und landschaftlich interessante Regionen mit einbezogen. Auf der Karte erscheint der Paulusweg ca. in doppelter Länge des Jakobsweg, dieser verläuft aber in direkter Linie während der Paulusweg kurviger ist, so kommt er auf die fast 3 - fache Länge.

 

 

 

Der E4 ist offiziell (Europäische Wandervereinigung) bis auf den letzten westlichen Teil markiert. Die Realität ist, wie so oft, anders. Einige Grossgrundbesitzer haben Markierungen entfernt. Umleitungen wurden eingerichtet aber unzureichend markiert. Markierungen sind zugewachsen, unkenntlich oder durch Forst-, Strassenarbeiten und Waldbrände verschwunden. Brauchbares Topo - Kartenmaterial ist nur für Teilstrecken verfügbar.

 

Der gesamte Paulusweg verläuft zu 85% in ländlich geprägten Naturregionen im Hinterland / Gebirge der spanischen Südküste. Hier gibt es keine Industrie und keine lohnende Landwirtschaft. Die Arbeitsplätze finden sich zu 80% in der touristisch entwickelten Küstenregion. Die wenigen Kleinstädtchen und die meisten Dörfer am Weg sind daher stark entvölkert. So ist z.B. Murcia in 15 J. um 100.000 = 30% Einw. gewachsen. Von Ausnahmen abgesehen, gibt es auch keine touristischen Highlights und daher auch keine entsprechende Infrastruktur und Unterkünfte. Die Startpunkte und Endpunkte der Tagestouren werden deshalb mit unserem Kleinbus angefahren. Die Transferzeit zu den 20 bis 50 Km entfernten Hotels kann daher bis zu einer Stunde betragen.

Kloster Monserrat

 

Um den kompletten Weg zu gehen ist ein ihm entsprechnder Satz von ca. 90 Militärkarten für 1700€ unbedingt nötig. Darauf ist aber der Weg nicht verzeichnet, man muss daher dessen genauen Verlauf vorher kennen. Spanien ist kein Wanderland, ausser in der Sierra Nevada gibt es im Streckenverlauf keine anderen nennenswerten Wanderwege.

 


Die Touren müssen für 2 - 3 Tage im Voraus nach der Topographie in Verbindung mit der Wetterentwicklung geplant werden. Daher sind Abweichungen vom geplanten Weg normal. Der Weg führt durch viele “Rio Secco - Trockenflüsse”, die bei Regen sehr gefährlich und oft unpassierbar sind. Dies führt dann zu Abweichungen und Umwegen von der sog. Standardroute. Insgesamt sind ca. 20% des Paulusweg etwas schwieriger als der Jakobsweg, für geübte Wanderer aber problemlos.

 

Vor diesen Hintergründen ist der Paulusweg im Gegensatz zum Jakobsweg für Einzelreisende ohne Führung, guter Kenntnis der Topographie und Logistischer Hilfe zwar nicht unmöglich, aber sehr aufwendig, dauert länger und ist im Verlauf schwer planbar. Hinzu kommt in der sehr einsamen Umgebung ein extremes Risiko durch das Fehlen von Hilfe bei Unfällen. Einzelreisende haben hier, abgesehen vom Problem der genauen Ortsbeschreibung, geländebedingt oft keinen Handykontakt.

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